Eröffnung des Fernstudiums, Präsenztage in Rom 2016

Mit Präsenztagen vom 30. September bis 2. Oktober 2016 an der Päpstlichen Lateran-Universität in Rom startete der erste, zur Zeit noch deutschsprachige Kurs des Fernstudiums „Theologie des Volkes Gottes“ des Lehrstuhls für die Theologie des Volkes Gottes.

Bei seiner Eröffnungsansprache betonte der Rektor der Lateran-Universität, Bischof Enrico dal Covolo, dass sich dieses Studium wesentlich den Impulsen des großen Theologen Joseph Ratzinger verdankt. Die von Papst Benedikt XVI. angestoßene Neuevangelisierung, der sich auch das Fernstudium verpflichtet weiß, wird von Papst Franziskus in eigener, neuer Weise fortgeführt. Deswegen war es für die 31 Teilnehmer des Fernstudiums eine Freude, als der Rektor der „Universität des Papstes“ zum Abschluss allen Teilnehmern sogar im Namen von Papst Franziskus den Segen erteilte.

Einige der Fernstudenten stehen im kirchlichen Dienst oder bereiten sich darauf vor. Wieder andere verbinden mit diesem Studium die Hoffnung auf eine Vertiefung ihres Verstehens von Glaube und kirchlicher Tradition. Allen ist gemeinsam, dass sie dieses postgraduale Studium berufsbegleitend durchführen. Das Spektrum an Berufen ist breit gestreut: Es finden sich darunter unter anderem Universitätsprofessoren, Lehrer, Produktdesigner, Unternehmer, Hausfrauen, Katechetinnen und Studenten. Die Herkunft der Studierenden – dem Medium des Fernstudiums entsprechend – reicht von Barcelona bis Wien, von Berlin bis in die Schweiz.

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Im ersten Vortrag des Einführungstages unterstrich der Direktor des Pastoral-Institutes an der Päpstlichen Lateran-Universität, Prof. Monsignore Denis Biju-Duval, die Bedeutung des Volk-Gottes-Begriffs im Sinne einer gemeinsamen Sorge aller Getauften für das Leben der Kirche. Prof. Dr. Achim Buckenmaier, Direktor des Lehrstuhls, gab in seiner Einführungs-vorlesung einen Vorgeschmack auf das Studium: Er zeigte vor allem den aktuellen theologiegeschichtlichen Hintergrund auf, auf dem das durchgehende und grund-legende Prinzip aller Lehrinhalte heraus-sticht: das Wissen um die eine Heilsgeschichte, wie sie in der untrennbaren Verbindung von Altem und Neuem Testament zu finden ist.

Beim Vortrag von Prof. Dr. Ludwig Weimer wurde für alle Studenten spürbar, wovon der Rektor in seiner Begrüßung gesprochen hatte, dass nämlich das Wohlwollen und das theologische Denken von Papst Benedikt am Lehrstuhl für die Theologie des Volkes Gottes einen besonderen Widerhall gefunden haben. Professor Weimer ist es als Schüler des damaligen Regensburger Professors Joseph Ratzinger besonders daran gelegen, für heutige Menschen die Inhalte von Bibel und Tradition in ihrer unauflösbaren Verbindung von Glaube und Vernunft aufzuzeigen.

Der zweite Tag bot Einführungen in die praktische Durchführung des zweijährigen Fernstudiums. Der Dogmatiker Dr. Rudolf Kutschera, Mitarbeiter des Lehrstuhls und Tutor der Studenten, erläuterte den Umgang mit der Online-Plattform, auf der das didaktische Material – die in sechsundzwanzig „Lehrbriefe“ aufgeteilten wissenschaftlich anspruchsvollen Studieninhalte – zur Verfügung steht und auf der die Teilnehmer mit den Autoren und unter-einander kommunizieren können. Eine anschauliche Vorlesung von Dozent Wolfgang Blech gab Hinweise für den Umgang mit dem Lehrmaterial und für ein berufsbegleitendes Fernstudium, das für alle Teilnehmer eine Herausforderung darstellt.

Dass Theologie die reale Geschichte Israels und der Kirche reflektiert, wurde in den Einführungen des Kunsthistorikers Bruno Alber deutlich: Er führte die Teilnehmer mit einen Diavortrag und anschließend vor Ort in das theologische Programm der Kirche Santa Sabina auf dem römischen Hügel Aventin ein.
Mit der Erarbeitung des ersten monatlichen Lehrbriefs ab Oktober beginnt nun für die Teilnehmer das konkrete Studium.

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